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Outdoor25. August 2026 · 5 Min. Lesezeit

Gartenmöbel überwintern: Was draussen bleiben darf — und was nicht

Ob Gartenmöbel draussen überwintern dürfen, entscheidet das Material, nicht der Kalender: Teak, Aluminium, Edelstahl und hochwertiges Kunstfasergeflecht vertragen den Winter im Freien — Polster und Kissen gehören dagegen vollständig trocken und belüftet ins Haus. Das Vergrauen von Teak ist nach Herstellerangabe reine Optik und schadet dem Holz nicht. Der eigentliche Gegner ist Wasser: Beim Gefrieren dehnt es sich laut der US-Geologiebehörde USGS um rund 9 Prozent aus. Wer Wasser ablaufen lässt, Schutzhüllen nicht bis zum Boden zieht und Polster trocken einlagert, hat das Wichtigste erledigt.

Teak-Gartenmöbel mit silbergrauer Patina auf einer winterlichen Terrasse, im Hintergrund ein verschneiter Garten

Die kurze Antwort: Das Material entscheidet, nicht der Kalender

«Müssen Gartenmöbel im Winter ins Haus?» Die ehrliche Antwort: Es kommt nicht auf den Kalender an, sondern auf das Material. Teak, Aluminium, Edelstahl und hochwertiges Kunstfasergeflecht überstehen den Winter im Freien; Polster, Kissen und Textilien gehören dagegen ausnahmslos trocken ins Haus. Der eigentliche Gegner ist dabei nicht die Kälte selbst, sondern Wasser — stehendes Wasser, das gefriert, und Feuchtigkeit, die unter dichten Abdeckungen kondensiert. Frosttage gehören in Zürich zu jedem Winter, und genau darauf lässt sich planen: Wer sein Material kennt, kann einordnen statt räumen. Die folgenden Abschnitte gehen die grossen Materialgruppen einzeln durch.

Teak darf draussen bleiben — und darf grau werden

Unbehandeltes Teak übersteht den Winter im Freien — und es darf dabei grau werden. Die honigbraune Farbe wandelt sich draussen allmählich in eine silbergraue Patina, weil die Pigmente in der obersten Holzschicht verblassen. Nach Herstellerangabe eines führenden Teak-Gartenmöbelherstellers ist das eine reine Farbveränderung: Das Vergrauen schadet dem Holz nicht, und auch eine Behandlung mit Pflegemitteln oder Versiegelungen beeinflusst Festigkeit und Lebensdauer der Möbel in keiner Weise. Wer die Honigfarbe erhalten will, entscheidet also über Optik, nicht über Substanz. Teak ist von Natur aus ölhaltig — das erklärt seine Gelassenheit gegenüber der Witterung. Für die Praxis genügt es nach Herstellerempfehlung, die Möbel natürlich verwittern zu lassen und sie ein- bis zweimal jährlich zu reinigen; im Fachhandel üblich ist dafür Seifenwasser mit einem nicht scheuernden Schwamm. Wichtig für den Winter: Möbel geschützt unter ein Dach stellen oder zumindest schräg stellen, damit Wasser ablaufen kann. Und wer einlagern will, wählt das wasserdichte Gartenhaus oder die Garage — ausdrücklich nicht den beheizten Wohnraum: Die abrupten Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede können das Holz nach Herstellerangabe reissen lassen. Die unbeheizte Garage ist der bessere Winterplatz als das warme Wohnzimmer.

Metall und Geflecht: Aluminium bleibt gelassen, Stahl braucht Pflege

Aluminium-Gartenmöbel sind wetterbeständig und können das ganze Jahr draussen stehen — so die Materialkunde des Gartenmöbel-Fachhandels. Der Grund ist etabliertes Materialwissen: Die oberste Schicht reagiert mit Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit zu Aluminiumoxid und schützt so die darunterliegenden Schichten; eine Pulverbeschichtung schützt zusätzlich. Für die Reinigung genügt Wasser — scheuernde Schwämme und aggressive Reiniger bleiben im Schrank. Auch Edelstahl- und Polyrattan-Möbel überstehen das Überwintern im Freien; eine Schutzhülle wird in der Einrichtungspraxis trotzdem empfohlen. Anders Stahl: Stahl-Gartenmöbel verlangen mehr Sorgfalt und sollten vor dem Winter gepflegt werden, um Rostbildung zu vermeiden. Wer nicht sicher ist, ob das Gestell Aluminium oder Stahl ist, klärt das am besten vor dem ersten Frost — die Antwort entscheidet über das Winterprogramm.

Polster und Kissen: trocken einlagern oder gar nicht

Polster und Kissen sind die einzige Kategorie ohne Ausnahme: Sie gehören vollständig trocken und belüftet ins Hausinnere. Nach Herstellerangabe aus dem Premium-Geflechtsegment müssen Möbel und Kissen vor längerem Abdecken oder Einlagern gründlich trocken sein; nass gewordene Bezüge dürfen nie zusammengepackt oder gefaltet gelagert werden, sondern trocknen zuerst an einem gut belüfteten Ort — sonst drohen Schimmelflecken. Derselbe Mechanismus macht geschlossene Kissenboxen zur Falle: In den kalten Monaten kann sich darin Kondenswasser bilden, das sich auf den Kissen als Schimmelflecken zeigt. Ein bewährter Praxistipp aus dem Fachhandel: ein Gefäss mit Reis oder Katzenstreu in die Box stellen — es bindet die Feuchtigkeit. Für Schutzhüllen gilt die gleiche Logik: nicht bis zum Boden ziehen, damit die Luft zirkulieren kann. Eine Hülle soll Regen abhalten, nicht Feuchtigkeit einschliessen.

Warum Wasser der eigentliche Gegner ist

Nicht die Kälte beschädigt Gartenmöbel, sondern Wasser, das nicht abfliessen kann. Die physikalische Begründung liefert die US-Geologiebehörde USGS: Beim Gefrieren nimmt die Dichte von Wasser um rund 9 Prozent ab — Eis braucht also rund 9 Prozent mehr Volumen als flüssiges Wasser. Wo Wasser in Vertiefungen, Gefässen oder saugfähigen Materialien steht und gefriert, drückt es deshalb gegen seine Umgebung. Gelegenheit dazu gibt es genug: Die Stadt Zürich definiert einen Frosttag als Tag, an dem die Minimaltemperatur unter 0 °C fällt; an einem Eistag bleibt sogar die Maximaltemperatur unter null. Solche Tage gehören in Zürich zu jedem Winter. Die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen ergeben sich direkt daraus:

  • Tische schrägstellen oder unterlegen, damit Wasser ablaufen kann
  • Möbel wenn möglich trocken und frostfrei lagern — unter dem Vordach, in der Garage oder im Keller
  • Schutzhüllen nicht bis zum Boden ziehen, damit die Luft zirkulieren kann
  • Polster und Kissen vollständig trocken ins Hausinnere bringen
  • In geschlossene Kissenboxen ein Gefäss mit Reis oder Katzenstreu stellen
  • Gefässe und Vertiefungen vor dem Frost leeren, damit kein stehendes Wasser gefriert

Die beste Überwinterungsstrategie beginnt vor dem Kauf

Wer weiss, dass weder Keller noch Garage zur Verfügung stehen, wählt von Anfang an Materialien, die draussen bleiben dürfen — und plant Stauraum nur für die Polster. Genau solche Fragen klären wir im Beratungsgespräch, bevor eine Offerte entsteht. In unserem Showroom an der Nüschelerstrasse 30 in Zürich, fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof, zeigen wir Outdoor-Möbel von Unopiù und Outdoor-Küchen von azado aus Wittenbach SG — und sprechen dabei offen darüber, welches Stück welchen Winterplatz braucht. Das Erstgespräch ist kostenlos; geöffnet ist Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, Samstag von 10 bis 18 Uhr. Lieferung und Montage übernimmt unser eigenes Team schweizweit — Lagerware in der Regel innert 48 Stunden, Bestellware nach Herstellerangabe.

Häufige Fragen

Kann ich Teakmöbel den Winter über draussen lassen?

Ja. Unbehandeltes Teak ist von Natur aus ölhaltig und übersteht den Winter im Freien; es vergraut dabei zu einer silbergrauen Patina, was dem Holz nach Herstellerangabe nicht schadet. Wichtig ist nur, dass Wasser ablaufen kann: die Möbel schräg stellen oder geschützt unter ein Dach rücken.

Warum wird Teak grau — und schadet das dem Holz?

Die Pigmente in der obersten Holzschicht verblassen durch die Bewitterung, aus Honigbraun wird allmählich Silbergrau. Nach Herstellerangabe ist das eine reine Farbveränderung ohne Einfluss auf die Festigkeit; ein- bis zweimal jährlich reinigen genügt. Wer die Honigfarbe behalten will, kann pflegen — eine Schutznotwendigkeit ist es nicht.

Warum darf die Schutzhülle nicht bis zum Boden reichen?

Damit die Luft zirkulieren kann. Unter einer rundum dicht schliessenden Hülle staut sich Feuchtigkeit und kondensiert in den kalten Monaten — auf Polstern können so Schimmelflecken entstehen. Faustregel aus der Einrichtungspraxis: Die Hülle hält Regen ab, lässt aber unten einen Spalt für den Luftaustausch.

Wohin mit Polstern und Kissen im Winter?

Vollständig trocken an einen belüfteten Ort im Hausinneren. Nass gewordene Bezüge nie zusammengepackt oder gefaltet einlagern, sondern zuerst an einem gut belüfteten Ort trocknen lassen — sonst drohen Schimmelflecken. In geschlossenen Kissenboxen hilft ein Gefäss mit Reis oder Katzenstreu als Feuchtigkeitsbinder gegen Kondenswasser.

Warum gehören Teakmöbel im Winter nicht ins beheizte Wohnzimmer?

Weil abrupte Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede das Holz nach Herstellerangabe reissen lassen können. Ideal für die Einlagerung ist ein unbeheizter, trockener Ort wie das wasserdichte Gartenhaus oder die Garage. Draussen bleiben ist für Teak besser als falsch einlagern.

Quellen & Studien

Die Faktenaussagen in diesem Beitrag stützen sich auf die folgenden Quellen — im Text jeweils als Studie, Testinstitut, amtliche Angabe, Konvention oder Herstellerangabe gekennzeichnet:

  1. Gloster – Materials: Teak (Hersteller)
  2. DEDON – Quality/Care (Hersteller)
  3. USGS Water Science School – Water Density
  4. Stadt Zürich – Statistik: Meteorologie

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Erstgespräch, Erstbesuch bei Ihnen zuhause und Initialkonzept sind kostenlos und unverbindlich. Probeliegen jederzeit im Showroom an der Nüschelerstrasse 30, Zürich.

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